Nach der dichten, fast mystischen Atmosphäre des Darßer Urwalds öffnet sich die Landschaft auf spektakuläre Weise. Der Weststrand gilt nicht ohne Grund als einer der wildesten und faszinierendsten Küstenabschnitte Europas. Hier sucht man Strandkörbe oder befestigte Promenaden vergeblich. Die Natur wird sich selbst überlassen: Die Ostsee nagt unaufhörlich an der Küste und formt die Landschaft mit jedem Sturm neu.
Da der Strandbereich von Naturfreunden und Badegästen – oft auch traditionell ohne die übliche Badekleidung – gut besucht ist, richtete sich der Blick der Kamera ganz bewusst aus dem schützenden Wald heraus auf das Wasser. Auf diese Weise blieb der Fokus rein auf der Dynamik der Elemente, während die anwesenden Personen außerhalb des Bildrahmens blieben.
Direkt an diesem Übergang bilden die sogenannten »Windflüchter« ein weiteres markantes Motiv. Der beständige Westwind zwingt die Bäume dazu, schräg landeinwärts zu wachsen, und verleiht ihnen ihre charakteristische Silhouette.
Der Unterschied zum ruhigen Wald im Landesinneren ist hier draußen deutlich spürbar. Der Weststrand ist weniger ein klassischer Badestrand, sondern vielmehr ein Ort, um die raue Natur direkt zu erleben. Ein schöner und lohnenswerter Abschluss für diese Etappe der Tour.