Auf den ruhigen, autofreien Wegen lässt sich das riesige Naturschutzgebiet hervorragend erkunden. Besonders faszinierend ist der abrupte landschaftliche Wechsel: Fährt man eben noch durch lichten Nadelwald, befindet man sich im nächsten Moment urplötzlich in einem dunklen, fast mystischen Waldabschnitt, der von mächtigen, uralten Laubbäumen geprägt ist.

Ab in den Wald
Ab in den Wald

Ein Blick in die Baumkronen zeigt, wie naturbelassen dieses Gebiet wachsen darf. Totholz wird nicht geräumt, sondern bleibt als natürlicher Lebensraum im Unterholz liegen. Hier sind ein paar senkrechte Eindrücke direkt vom Wegesrand.

Ein zentraler Navigationspunkt meiner Route war eine Wegkreuzung mit dem überaus passenden Namen »Peters Kreuz«. Von dieser strategisch perfekten Position aus öffnen sich die Wege in alle Himmelsrichtungen: Die Orte Prerow, Born und Wieck sind von hier aus ebenso in kurzer Zeit erreichbar wie der raue Weststrand oder der naturbelassene Rundwanderweg am Darßer Ort.

Ein bemerkenswertes Detail zum Abschluss: Der Darßer Urwald ist ein Ökosystem in ständiger Bewegung. Durch die Strömung und die rauen Westwinde wird an der Küste kontinuierlich Sand abgetragen und an der Nordspitze, dem Darßer Ort, wieder angespült.

Rückweg nach Prerow
Rückweg nach Prerow

Die Halbinsel wächst dort stetig weiter. Wo heute die mächtigen Laubbäume des Darßer Waldes wurzeln, tobte vor einigen Jahrhunderten noch die offene Ostsee. Ein stilles, aber gewaltiges Beispiel dafür, wie sich die Natur ihr Neuland erschafft.

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